Barrierefreies Moodle 2025

Barrierefreies Moodle 2025

Das Europäisches Gesetz zur Barrierefreiheit und dessen Umsetzung in Österreich durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verpflichtet Unternehmen, ihre Produkte und Dienstleistungen so zu gestalten, dass sie für Menschen mit Behinderungen zugänglich sind. Ziel ist es, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am digitalen Leben und in der Gesellschaft zu ermöglichen.

Moodle verfolgt dieses Ziel schon lange und unterstützt Sie bei der Umsetzung Ihrer barrierefreien Lernlösung.

Moodle-Kernentwickler*innen sind kontinuierlich damit beschäftigt, neue Entwicklungen zugänglich und inklusiv zu gestalten. Dabei geht es einerseits darum, bestehende Best-Practices beim Erstellen von neuen Code zu befolgen. Andererseits werden die Implementierungen sorgfältig getestet und von Expert*innen überprüft.

Die Moodle Plattform ist geprägt von Komplexität und ständiger Weiterentwicklung. Durch die modulare Struktur können einzelne Teile aktiviert und deaktiviert werden. Außerdem können Inhalte von unterschiedlichen Nutzer*innen erstellt werden, und durch zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten variiert die konkrete Umsetzung stark. Barrierefreiheit ist daher kein fixer Zustand, sondern ein fortlaufender Verbesserungsprozess im Zusammenspiel mit den Anforderungen der Nutzer*innen sowie der technischen Entwicklung.

Was ist für ein barrierefreies E-Learning-Erlebnis zu beachten?

Sowohl Softwareentwickler*innen als auch Lernplattformbetreiber*innen und Kursautor*innen müssen sich um echte Inklusivität und Zugänglichkeit des Lernmanagements bemühen. Die von den Kursautor*innen erstellten Bildungsinhalte müssen so gestaltet sein, dass sie von Nutzern mit unterschiedlichen Fähigkeiten wahrgenommen, verstanden, navigiert und genutzt werden können. Wichtige Aspekte dabei sind:

  • Konsistente und vorhersehbare Navigation
  • Bildschirmleser-Funktionalität auch für Text-to-Speech-Software
  • Textbeschreibungen für Bilder (Alt-Bild-Beschreibungen, damit alle Nutzer*innen auf die Bildinformationen zugreifen können)
  • Zugängliches Video (barrierefreien Medienplayer, Untertitel …)
  • Kontrast zwischen Vorder- und Hintergrund zur besseren Lesbarkeit

Moodle Zertifizierung

  • Moodle ist WCAG 2.1 AA zertifiziert! Diese Empfehlungen der Accessibility Guidelines Working Group dienen zur Verbesserung der Barrierefreiheit von Plattformen.
  • ATAG 2.0: Moodle folgt diesem Leitfaden der Anpassungsvorschläge für das Erstellen von Web-Inhalten.
  • ARIA 1.1: Zahlreiche Teile der Moodle-Oberfläche sind dynamisch und interaktiv, weshalb Moodle den ARIA Empfehlungen für die Integration mit Screenreadern und Text-to-Speech Technologien folgt.

Zu berücksichtigende Moodle Ebenen

Auf welchen Ebenen können und sollen Sie sich nun dem Thema Barrierefreiheit im Moodle Kontext annehmen?

  • Moodle Core System und Basistheme Boost durch Einhaltung von Standards wie WCAG 2.1 AA bereits gegeben
  • Auswahl und Anpassungen von Designs oder Nutzung von alternativen Themes
  • Auswahl von Zusatzplugins
  • Nutzung des Editors TinyMCE, der Sie mit dem Accesssibility Checker Plugin unterstützt
  • Grundsätzlich beim Einpflegen von Content – hier sind wirklich die Kursautor*innen am Zug!

Das Gestalten eines barrierefreien Lernerlebnisses ist nicht trivial, aber auch nicht unlösbar kompliziert – wir beraten Sie gerne!

Similar Posts

Schreibe einen Kommentar